Verhalten der Agamen

Die Kommunikation der Agamen geschieht fast ausschließlich durch optische Signale wie Färbungen, Muster bzw. durch unterschiedliche Körperhaltungen. Bei den Pogona Barbata wurden durch WILSON & KNOWLES 1988 ca. 75 verschiedene Verhaltensmuster beobachtet. Pogona-Männchen versuchen den Weibchen mit "Kopfnicken" zu imponieren. Dies kann noch durch Bartaufstellen oder Hochstemmen vom Boden verstärkt werden. Hierbei wird der Vorderkörper hoch aufgerichtet, die Körperseiten abgeflacht und der Schwanz angehoben. Wenn dies zum Imponieren noch nicht reicht, wird noch ein Vorderbein gehoben und mehr oder weniger schnell gedreht, das sogenannte "Ärmchendrehen" oder "Winken" setzt ein. Das ranghöchste Tier wird dazu immer eine erhöhte Position im Terrarium einnehmen, z.B. auf Ästen oder Felsen. Wird ein Rivale wahrgenommen, z.B. ein anderes Männchen, wird zu diesen Signalen bei gespreiutem Bart zusätzlich Kehle und Schwanzspitze dunkel bis hin zum Schwarz gefärbt. Wenn dies alles keinen Erfolg bringt, kommt es zum einem Angriff, der meist immer mit Verletzungen, wenn nicht sogar mit dem Tod eines Tieres enden kann.

Bei Weibchen und unterlegenen Artgenossen wird dieses "Winken" als Zeichen der Beschwichtigung oder Unterwerfung eingesetzt. Zusätzlich kann sich das Tier noch ducken und dunkel verfärben. Wer in seinem Terrarium eine Agame sieht, die dunkel verfärbt an der Wand aufgerichtet steht, sollte sofort Massnahmen ergreifen und das Tier aus dem Terrarium entfernen, da ein solches Verhaltensmuster auf einen so großen Stress hindeutet, daß die Agame durch Nahrungsverweigerung eingehen kann. So kann schon der Blickkontakt von zwei Agamenmännchen, die zwar in verschiedenen Terrarien leben, sich aber durch eine falsche Aufstellung der Becken sehen können, ein Stressfaktor sein, der ernste Probleme verursacht. Als weiteres Mittel zur Abschreckung von vermeintlichen Störenfrieden oder Konkurrenten wird hin und wieder ein "Fauchen" eingesetzt. Bei unseren eigenen Tieren konnte ich diese Art der Verteidigung in über zwei Jahren aber erst einmal wahrnehmen.

Eine Art Schutzverhalten zeiegn unsere Agamen, sobald das Licht im Terrarium aus ist: Sie legen sich zum Schlafen dicht nebeneinander bzw. übereinander,als könnten sie sich so gegenseitig ein erhöhtes Gefühl der Sicherheit geben.

Verhaltsmuster der Bartagamen

Körpersprache

Körpersprache