Paarung und Eiablage

Agamen besitzen eine zyklische Fortpflanzungsbiologie, für sie liegt die günstigste Fortpflanzungszeit im australischen Frühjahr. Der eigentlichen Paarung geht ein komplex aufgebautes Balzritual voraus. Mit Bartspreitzen und Kopfnicken versucht das Männchen dem Weibchen zu imponieren. Hierzu wird durch Einknicken der Vorderbeine eine Art "Liegestütze" gezeigt. Ein paarungswilliges Weibchen erwidert diese Werbung durch ein Absenken des Oberkörpers, der Kopf wird hierbei flach auf den Boden gelegt. Mit hochaufgerichtetem Körper bewegt sich das Männchen in einer spiralförmigen Bahn auf das Weibchen zu, was vom Weibchen mit einem Heben und Senken des Kopfes in seine Richtung beantwortet wird. Jetzt erst nähert sich das Männchen seitlich der Partnerin und setzt einen sogenannten Nackenbiss. Ist dieser Biss fest genug und wird vom Weibchen gedultet, schiebt das Männchen nun seinen Körper über den des Weibchens und rutscht zu der Seite herunter, die der Bißseite abgewandt ist. Mit einem Hinterbein streicht es so lange über den Rücken des Weibchens, bis diese den Schwanz anhebt und so die Möglichkeit zur Kopulation bietet. Ein einmal befruchtetes Weibchen kann bis zu drei Gelege pro Jahr absetzen, da sie zur Samenspeicherung fähig ist. Die Tragzeit beträgt maximal sechs Wochen. Wenn der Zeitpunkt der Eiablage näher rückt, ändert sich das Verhalten des Weibchens. Nahrung wird gieriger aufgenommen als sonst. Da die Eier auch auf die Atmungsorgane drücken, ist eine schwerere Atmung zu erkennen. Gegen Ende des Frühjahrs werden die ersten Eier gelegt. Hierzu gräbt das Weibchen einige Probelöcher, um den besten Eiablageplatz zu ermitteln. Zwischen 8-35 Eier werden ca 25-40 cm tief im Boden abgelegt. Danach schiebt das Weibchen mit Vorder- und Hinterbeinen den Aushub zurück und verdichtet mit Kopfstössen den Bodengrund.

tragendes Weibchen

Im Bild rechts Eva, das runde Bäuchlein sagt alles

Probegrabung

Eiablage 1

Eva bei der Eiablage

Eiablage 2

Hier nochmal etwas größer

Sand verdichten

Sand wird mit Kopfstössen über den Eiern verdichtet....

Loch verschliessen

...und das Loch wieder vollständig verschlossen.

Dreckig

So eine Arbeit hinterlässt Spuren an der Schnauze.

Fertig

Fertig. Das Loch ist verschlossen.

Ablageplatz

Die Eier wurden gut versteckt...

Eier 1

...und doch gefunden.

Eier 2

Das erste Gelege unseres Weibchens.