Beleuchtung des Terrariums

Da die Aktivität der Agamen hauptsächlich von den Lichtverhältnissen abhängt, spielt die Beleuchtung eines Terrariums eine ebenso große Rolle wie Wärme und Luftfeuchtigkeit. Ruhe- und Aktivitätsphasen, Tag und Nachtrythmus werden fast ausschliesslich über die Beleuchtung festgelegt. Um Agamen in Paarungsstimmung zu bringen, ist eine Winterruhe der Tiere das optimale, wenn nicht sogar einzige Mittel. Dazu werden Heizung und Beleuchtung über mehrere Tage hinweg bis zum kompletten Abschalten immer mehr gedrosselt. Da Agamen auch schon mal ihre Winterpause kurz unterbrechen, wird bei unseren Tieren ein 40 Watt-Spot für ca. 4 Stunden eingeschaltet, der den Tieren die Möglichkeit zum Wärmen bietet. Zur Winterruhe hat fast jeder Agamenhalter sein eigenes Rezept, wie er seine Tiere am besten durch diese Ruhephase bringt, die entsprechenden Websites der Halter und Züchter informieren ausführlich über diese Themen (siehe Links). Zum Einsatz sollten nur hochwertige Strahler und Leuchstoffröhren kommen, um den Tieren eine angemessene Lichtstärke zu bieten und nebenbei noch Energie zu sparen. Reflektoren über Neonröhren steigern die Lichtausbeute bis zu 40%, deshalb sollte man auch darauf nicht verzichten. Für große Terrarien, etwa ab 1m Bauhöhe, eignen sich Quecksilberdampf(HQL)- , bzw. Joddampf(HQI)-Entladungslampen. Sie erzeugen neben einer punktförmigen Lichtabgabe noch eine Strahlungswärme, die von den Tieren gerne angenommen wird. Da diese Lampen sehr heiss werden, muss ein Sicherheitsabstand zu den Tieren und auch zu brennbaren Einrichtungsgegenständen (Äste z.B.) auf jeden Fall eingehalten werden. Die Größe dieses Abstandes hängt von der Lampenleistung ab und ist auf der Lampenverpackung bzw. der Gebrauchsanleitung angegeben. Die Wahl der Leuchtstoffröhren dürfte gerade für Neulinge nicht gerade einfach sein, da auch hier fast jeder Halter seine "Spezialmarke" hat. Bei uns kommen die Röhren Iguana Light 5.0 UVB und Life-Glo zum Einsatz. Zur Verwendung spezieller Spotstrahler zur Erzeugung von Sonnenplätzen kann ich nicht raten, da diese Birnen zu teuer sind, keine lange Lebensdauer haben (zumindestens die, die wir ausprobiert hatten), und auch nicht mehr bringen wie herkömmliche Glühbirnen. Die Beleuchtungsdauer unserer eigenen Terrarien liegt bei 12 Stunden, wobei eine Röhre durch einen programmierbaren Starter einen Sonnenauf- bzw. Untergang über einen Zeitraum von ca. 20 Minuten simuliert und so ein schlagartiges Hell- und Dunkelwerden des Terrariums verhindert.

Brauchen Agamen UV-Licht?? Bei einer lebenswichtigen, ausreichenden Versorgung mit Vitamin D3 wohl nicht, aber die vitalisierende Wirkung von UV-Licht gerade bei Aufzuchten ist unumstritten. Deshalb ist eine UV-Bestrahlung (alle 2 Tage ca 15-20 Minuten ausserhalb des Beckens) zum festen Bestandteil geworden. Als UV-Strahler kommt eine Osram-Vitalux bzw. die baugleiche Strahler der Marke Radium mit 300 Watt zum Einsatz, der Abstand zu den Agamen liegt bei ca. 1,5 Meter.