Temperatur und Luftfeuchte im Terrarium

Die Temperatur im Terrarium spielt bei den wechselwarmen Agamen eine genauso große Rolle wie die Beleuchtung. Wichtige Körperfunktionen, die Fortpflanzung und ihr gesamtes Verhalten sind erst in einem spezifizierten Temperaturbereich möglich, der in zwei Bereiche unterteilt ist:

1. Die Aktivitätstemperatur (Umgebungstemperatur), in der die Echsen "aktiv" sind. Sie liegt zwischen 22 bis 35° C.

2. Die Vorzugstemperatur, die mit bis zu 50° C erheblich höher liegt und den Echsen zur Aufwärmung in Form eines Strahlers zur Verfügung gestellt wird.

Hieraus wird ersichtlich, das das Terrarium einen Grundtemperaturbereich mit lokalen "Sonnenplätzen" aufweisen muss. Dieses Temperaturgefälle nur mit Hilfe der Beleuchtung zu realisieren, wird nur schwer möglich sein. Deshalb werden Hilfsmittel wie Fussbodenheizungen in Form von Heizkabeln oder Heizplatten eingesetzt. Hierbei ist aber darauf zu achten, nicht den gesamten Bodengrund zu beheizen, um den Tieren eine Möglichkeit zu bieten, sich in kühleren Regionen des Terrariums abzukühlen. Zu diesem Zweck wurde in unser Vitticepsbecken eine Höhle eingebaut, deren Boden vom Heizkabel ausgespart wurde. Auch wenn sie von unseren Tieren nicht oft genutzt wird, besteht die Möglichkeit, sich in dieser kühlen Region mit einer Temperatur von ca. 22-24° C abzukühlen. Die Aktivitätstemperatur liegt bei uns bei 28° C, die Sonnenplätze weisen eine Temperatur von ca. 49° C auf.

Die relative Luftfeuchte im Terraruim soll nach den Aussagen vieler Züchter bei ca. 40% liegen. Sie ist unbedingt einzuhalten, um ein Austrocknen der Tiere zu vermeiden und z.B. die problemlose Häutung zu unterstützen. Durch ein regelmäßiges Überbrausen bzw. Übersprühen der Einrichtung und des Bodengrundes in den Abendstunden mit Wasser kann die Luftfeuchtigkeit leicht realisiert und reguliert werden.