Von den vielen verschiedenen Agamen-Arten möchte ich auf diesen Seiten auf die australischen Arten, insbesondere die Pogona , eingehen, da Henrylawsoni und Vitticeps von uns gehalten werden. Die Gattung POGONA wurde zuerst als Amphibolurus barbatus- Gruppe eingestuft (BADHAM 1976), bis sie vor ca.17 Jahren in einer selbstständigen Gruppe (POGONA) zusammengefasst wurde (STORR 1982). Das Begriff "Pogon" stammt aus dem griechischen und bedeutet "Bart", das lateinische "barbatus" heißt "bärtig". Beide Begriffe deuten auf die dunkel gefärbt Kehle dieser Tiere, die im aufgeblähtem Zustand Ähnlichkeit mit einem Bart aufweist. Nach STORR wird die Gruppe der Pogona in 7 Arten und 2 Unterarten aufgeteilt, Einzelheiten zu den Arten sind den folgenden Seiten zu entnehmen.

Vitticepsmännchen (Moses)

Moses, Vitticeps-Männchen mit aufgestelltem Bart

Die meist tagaktiven Agamen verfügen über kräftig entwickelte Gliedmaßen, die je 5 Finger bzw. 5 Zehen aufweisen, deren Enden mit Krallen bestückt sind. Die Augen können bei vielen Arten unabhängig voneinander bewegt werden, wodurch sie gleichzeitig in verschiedene Richtungen sehen können. Bis auf einige Ausnahmen (CALOTES EMMA z.B.) sind Agamen nicht zu Lautäußerungen fähig, sie verständigen sich mit der ihr eigenen Körpersprache (hierzu später mehr). Die Hautfarbe und Hautzeichnung kann extrem verändert werden, da ihre Körpertemperatur ektotherm ist, d.h. von der Umgebungstemperatur abhängt. So kann z.B. in den Morgenstunden zur schnelleren Wärmeaufnahme die Haut verdunkelt werden. Ist die Vorzugstemperatur erreicht, wird die Haut aufgehellt und so das Sonnenlicht zum Teil reflektiert, was eine geringere Wärmeaufnahme bedeutet.

Agamen besiedeln Baum- und Buschsteppen, Halbwüsten und tockene, lichte Wälder. Hier können vor allem die männlichen Agamen auf Baumstümpfen, Steinen oder anderen hochgelegenen Plätzen beobachtet werden, wie sie ihr Territorium kontrollieren. Jeder Eindringling wird mit Aufblähen des Körpers, Bartaufstellen, Schwanzschlagen, Maulaufreißen und Fauchen bedroht. Reichen diese Drohgebärden nicht, wird versucht, den Gegner durch Anspringen und Beißen zu vertreiben.